KI · 15. September 2026
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US Justizministerium prüft Personalübernahme von Groq durch Nvidia
Das US Department of Justice hat eine kartellrechtliche Untersuchung zu einer Vereinbarung zwischen Nvidia und Groq eingeleitet. Nvidia zahlte Ende letzten Jahres 20 Milliarden USD, um die Technologie für KI-Beschleuniger von Groq zu lizenzieren und wichtige Mitglieder des Engineering-Teams zu übernehmen.
Die Struktur des Geschäfts sah vor, dass das Kerngeschäft von Groq im Bereich Inferenz als Dienstleistung intakt bleibt. Kritiker und einige US-Senatoren argumentieren jedoch, dass die Transaktion so gestaltet wurde, um die Aufsicht der Regulierungsbehörden zu vermeiden. Es wird behauptet, dass Nvidia das Startup faktisch zerlegt habe, da Groq ohne sein technisches Personal kaum noch unabhängig agieren könne.
Nvidia bezeichnet die Vereinbarung in einer Stellungnahme als Erfolg des amerikanischen Systems. Das Unternehmen betont, dass das Gesetz darauf ausgelegt sei, das Ökosystem für Startups zu fördern sowie die Rechte von Erfindern und Arbeitern zu schützen.
Durch den Deal sicherte sich Nvidia reife Silizium-Technologie und das notwendige Talent für die Weiterentwicklung. Groq ist bekannt für Datenfluss-Beschleuniger mit hohem SRAM-Anteil, die die Inferenz von großen Sprachmodellen beschleunigen. Nvidia integrierte diese Technologie in seine LPX-Racks, die mit 256 Groq-3-Beschleunigern betrieben werden. Diese basieren laut Informationen auf leicht modifizierten Groq-2-Chipdesigns.
Es wird angeführt, dass eine mögliche Aufhebung des Geschäfts durch das Justizministerium wenig bewirken würde, da es Alternativen gibt. Konkurrenten wie Cerebras arbeiten mit AWS und AMD zusammen, während SambaNova mit Intel kooperiert. Zudem kombiniert d-Matrix seine Plattform für In-Memory-Computing mit Nvidia-Grafikprozessoren.
Nvidia hat zudem seine MGX-Rack-Designs dem Open Compute Project zur Verfügung gestellt und seine Hochgeschwindigkeits-Verbindungstechnologie über NVLink Fusion lizenziert. Dies ermöglicht es anderen Chipherstellern, ihre Designs in Nvidia-Racks zu integrieren. Selbst bei einem Verbot der Personalübernahme könnte Groq als Hardware-Partner im Ökosystem von Nvidia verbleiben.