Sicherheit · 6. November 2026
Auch veröffentlicht auf English, 中文, 한국어, 日本語, Indonesia, ไทย, Türkçe, Русский, עברית, हिन्दी, Svenska, Norsk, العربية, Español, Français, Polski
Node-RED-Server über kritische Schwachstelle mit Malware infiziert
Angreifer machen Missbrauch von einer kritischen Schwachstelle in der Programmierwerkzeug Node-RED, um Server mit Malware zu infizieren. Dies berichtet das Cybersecurity-Unternehmen Vulncheck. Siemens gab im August bekannt, dass es diese Schwachstelle (CVE-2026-58115) gibt und dass Updates für das Problem verfügbar sind. Node-RED ist ein 'Low-Code'-visuelles Programmierwerkzeug, das verwendet wird, um Geräte und Anwendungen einfach zu verbinden und Aufgaben zu automatisieren. Es findet Anwendung in industriellen Umgebungen sowie im Internet der Dinge (IoT) und der Hausautomation.
CVE-2026-58115 betrifft das Fehlen von Authentifizierung innerhalb der Node-RED HTTP-Schnittstelle. Ein nicht authentifizierter Angreifer kann dadurch Zugriff auf Programmierknoten erhalten, die Systembefehle auf dem Server ausführen können. Mit einer bösartigen 'Node-RED-Flow' kann ein Angreifer beliebigen Code mit maximalen Rechten auf dem zugrunde liegenden Server ausführen, so das Sicherheitsbulletin von Siemens. Die CVSS-Auswirkungsbewertung der Schwachstelle wurde mit 10.0 auf einer Skala von 1 bis 10 bewertet.
Siemens verwendet Node-RED auf der SIMATIC IoT2050-Gateway. Laut der Beschreibung von Siemens soll die IoT-Gateway bestehende Fabriken 'Industrial Internet of Things (IIoT) ready' machen, ohne dass hierfür Hardware oder Software angepasst werden muss. Das Cybersecurity-Unternehmen Vulncheck berichtet, dass Angreifer die CVE-2026-58115 ausnutzen. Über eine bösartige Flow wird der anfällige Node-RED-Server Malware von dem Server der Angreifer herunterladen und ausführen. Dazu gehören unter anderem ein Linux-Bot und eine Webshell, die als Hintertür fungiert. Derzeit ist noch unklar, was das Ziel der Angreifer ist.