Sicherheit · 5. November 2026

Netgear veröffentlicht Sicherheitsupdates für mehrere Routermodelle aufgrund von Schwachstellen

two silver swords on shield
Patrick Hendry / Unsplash

Der Netzwerkausrüster Netgear hat Sicherheitslücken in verschiedenen Router- und Repeater-Modellen bestätigt und für die meisten betroffenen Geräte Softwarekorrekturen bereitgestellt. Diese Schwachstellen könnten es Angreifern mit Zugang zum lokalen Netzwerk ermöglichen, unbefugte Befehle auszuführen oder administrative Einstellungen zu verändern. Das Unternehmen stuft die Sicherheitsprobleme insgesamt als mittelschwer ein, betont jedoch die Notwendigkeit sofortiger Maßnahmen durch die Nutzer.

Eine der identifizierten Schwachstellen, referenziert als CVE-2026-11732, betrifft spezifisch Modelle wie den CAX30, den RAX30, den RAX5 sowie den RAXE300. Diese Lücke kann nur ausgenutzt werden, wenn die Funktion zum Blockieren bestimmter Websites aktiviert ist. Ein Angreifer, der bereits über die WLAN-Zugangsdaten verfügt, könnte in diesem Szenario schädliche Kommandos auf dem Gerät ausführen. Für den Router RAX5 wurde jedoch das Ende des Lebenszyklus erreicht, weshalb keine weiteren Aktualisierungen mehr folgen werden.

Eine zweite Schwachstelle, bekannt unter der Bezeichnung CVE-2026-11731, ermöglicht es nicht authentifizierten Angreifern im lokalen Netzwerk, bestimmte Geräteinformationen und Verwaltungseinstellungen einzusehen oder zu ändern, sofern sie Zugriff auf den Verwaltungsdienst haben. Von diesem Problem sind die Modelle RAX28, RAX29 und erneut der RAX30 betroffen. Netgear hat für diese Geräte neue Firmware-Versionen veröffentlicht, die die Sicherheitslücke schließen sollen.

Des Weiteren wurde eine dritte Schwachstelle unter der Kennung CVE-2026-11730 dokumentiert, welche zwei WLAN-Repeater betrifft, nämlich den EX3700 und den EX6120. Hier besteht die Gefahr, dass ein Angreifer mit lokalem Netzwerkzugang eine authentifizierte Administratorsitzung im Webportal des Geräts kapert. Während für den EX6120 ein Update verfügbar ist, hat der Repeater EX3700 das Ende seines Supportzeitraums erreicht, sodass Besitzer auf ein neueres Modell umsteigen sollten.

Eine weitere Sicherheitslücke, referenziert als CVE-2026-9218, erlaubt die Ausführung nicht autorisierter Befehle, wenn ein Angreifer sowohl im lokalen Netzwerk verbunden ist als auch über den Administrator-Benutzernamen und das Passwort verfügt. Betroffen sind hiervon das Kabelmodem CBR40 sowie die Router R7000, R7000P und RAX40. Bei dem Modell CBR40 wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die neueste Firmware diese spezifische Sicherheitslücke nicht behebt. Auch die anderen genannten Geräte in dieser Kategorie haben das Ende ihrer Lebensdauer erreicht.

Zusätzlich ist der Router R7300DST von Sicherheitsproblemen betroffen, für den ebenfalls kein wirksames Update mehr zur Verfügung steht, da sich das Gerät am Ende seines Servicezeitraums befindet. Netgear rät Besitzern aller Geräte, für die keine Sicherheitsaktualisierungen mehr bereitgestellt werden, dringend dazu, auf neuere und sicherere Hardwaremodelle umzusteigen. Nutzer von unterstützten Geräten werden angehalten, die Firmware entweder direkt über die Einstellungen des Routers oder durch manuellen Download von der Webseite des Herstellers zu aktualisieren.