Entwickler · 14. September 2026

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Linux 7.4 aktiviert standardmäßig HDMI 2.1 auf AMD Radeon

man in gray dress shirt sitting on chair in front of computer monitor
Luke Peters / Unsplash

Der Linux-Kernel 7.4 wird voraussichtlich die lang erwartete HDMI-2.1-Fixed-Rate-Link-Verbindung (FRL) als Standard für AMD-Radeon-Grafikkarten aktivieren. Laut Informationen von Phoronix, die auf AMDGPU-Updates basieren, ermöglicht der neue Code nicht nur eine höhere Bandbreite, sondern unterstützt auch FreeSync, variable Bildwiederholraten (VRR) und den automatischen Low-Latency-Modus (ALLM). Nutzer von Linux-Systemen mit Radeon-Grafikkarten können somit bei der Verbindung mit HDMI-2.1-fähigen Fernsehern höhere Auflösungen und Bildwiederholraten nutzen, ohne auf DisplayPort zurückgreifen zu müssen. Dies erweitert insbesondere die Anschlussmöglichkeiten für Heimcomputer-Nutzer.

FRL überwindet die Bandbreitenbeschränkungen des TMDS-Verfahrens in HDMI 2.0 und ermöglicht Datenübertragungsraten, die 4K bei 120 Hz und höhere Auflösungen unterstützen. Die volle Funktionalität hängt jedoch nicht nur vom Kernel-Update ab, sondern erfordert auch kompatible HDMI-Controller, Kabel und Fernseher.

Die Implementierung von HDMI 2.1 in AMDs Open-Source-Treiber verzögerte sich aufgrund von Lizenz- und technischen Hürden. AMD und Open-Source-Entwickler erstellten mehrere Patch-Reihen, um die erforderlichen Funktionen in den Treiber zu integrieren. Das Update für Linux 7.4 macht FRL zur Standardfunktion auf unterstützten Systemen und beendet damit die experimentelle Phase.

Insbesondere für Nutzer von Heimcomputern ist dieses Update bedeutend, da moderne Fernseher häufig hohe Bildwiederholraten über HDMI unterstützen, während Desktop-Monitore oft auf DisplayPort angewiesen sind. Die fehlende volle HDMI-2.1-Unterstützung in Linux mit Radeon-Hardware begrenzte bisher die Bildoptionen im Vergleich zu anderen Betriebssystemen. Linux 7.4 könnte diese Lücke weitgehend schließen.

VRR synchronisiert die Bildwiederholrate des Monitors mit der Bildausgabe der Grafikkarte, was Bildschirmreißen reduziert und ein flüssigeres Spielerlebnis ermöglicht. FreeSync ist AMDs Markenname für diese Technologie, während VRR den allgemeinen HDMI-Standard bezeichnet. ALLM stellt sicher, dass der Fernseher automatisch in den Spielmodus mit geringer Latenz wechselt.

Obwohl das Update vielversprechend ist, kann nicht garantiert werden, dass alle Kombinationen aus Grafikkarten und Bildschirmen sofort fehlerfrei funktionieren. HDMI-Empfänger unterscheiden sich in Bezug auf Übertragungsgeschwindigkeiten, Farbformate und Firmware-Verhalten. Entwickler werden daher während der Kernel-Kandidatenphasen weiterhin Kompatibilitätsprobleme überwachen. Zusätzliche Funktionen wie Display Stream Compression könnten separate Patches und weitere Tests erfordern.

Der endgültige Zeitplan für Linux 7.4 hängt vom Kernel-Entwicklungsprozess ab. Wenn die Patch-Reihe wie geplant integriert wird, werden Linux-Distributionen mit aktuellen AMDGPU-Treibern FRL und spielorientierte HDMI-Funktionen mit dem neuen Kernel anbieten. Nutzer sollten zusätzlich aktuelle Mesa-Pakete und Fernseher-Firmware verwenden, um die bestmögliche Erfahrung zu gewährleisten.