Sicherheit · 19. September 2026
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Google behebt aktiv ausgenutzte Android Zero-Day-Lücke auf Pixel-Geräten
Google hat Sicherheits-Patches für September 2026 veröffentlicht, um 110 Schwachstellen auf seinen Pixel-Geräten zu beheben. Darunter befindet sich eine Zero-Day-Lücke, die in gezielten Angriffen aktiv ausgenutzt wurde.
Das Unternehmen warnte am Mittwoch, dass es Anzeichen für eine begrenzte, gezielte Ausnutzung der Schwachstelle CVE-2026-58704 gibt. Diese Sicherheitslücke mit hoher Schweregrad resultiert aus Schwächen bei der Autorisierung und dem Versagen von Schutzmechanismen in der Modem-Unterkomponente. Ein Logikfehler im Code des Mobilfunkmodems ermöglicht eine mögliche Umgehung von Berechtigungen.
Angreifer mit Zugriff auf ein benachbartes Netzwerk und grundlegenden Privilegien auf dem Zielgerät können durch Angriffe mit geringer Komplexität ihre Rechte ausweiten. Dieser Vorgang erfordert keine Interaktion des Nutzers. Es handelt sich um eine mögliche Fernausführung einer Rechteausweitung, für die keine zusätzlichen Ausführungsprivilegien benötigt werden.
Insgesamt listete Google in dem Bulletin für Pixel-Updates dieses Monats 109 weitere Sicherheitsprobleme auf. Dazu gehören 12 Schwachstellen für die Remote-Code-Ausführung sowie 89 Lücken zur Rechteausweitung, die als kritisch oder hoch eingestuft wurden. Alle unterstützten Google-Geräte erhalten ein Update auf den Patch-Stand vom 5. September 2026.
Pixel-Geräte erhalten aufgrund der direkt kontrollierten Hardwareplattform sowie exklusiver Funktionen separate Sicherheitsupdates und Fehlerbehebungen, die sich von den Standard-Patches für Android-Hersteller unterscheiden. Nutzer müssen die Aktualisierungen über die Einstellungen unter Sicherheit und Datenschutz sowie System und Updates installieren und das Gerät anschließend neu starten.
Zuvor hatte Google im Juni eine Zero-Day-Lücke im Android Framework unter CVE-2025-48595 behoben, die ebenfalls aktiv genutzt wurde und Code-Ausführungen sowie Rechteausweitungen auf Geräten mit Android 14 oder neuer ermöglichte. Im Mai kündigte die Firma eine Überarbeitung ihrer Belohnungsprogramme für Schwachstellen in Android und Chrome an. Dabei wurden Auszahlungen für Fehler, die leichter mit künstlicher Intelligenz zu finden sind, reduziert, während Kopfgelder von bis zu 1,5 Millionen Dollar für bestimmte Android-Exploits angeboten werden.