Sicherheit · 20. September 2026

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Europäische Organisationen und Nutzer über Torrents mit Malware infiziert

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Jr Korpa / Unsplash

Europäische Internetnutzer und Organisationen, darunter auch in den Niederlanden, sind über Torrents mit Malware infiziert worden, so berichtet das Antivirusunternehmen Kaspersky. Die Angreifer konnten ein häufig genutztes Torrent-Repository kompromittieren, so der Virenschutzanbieter. Der Einsatz von Torrents zur Verbreitung von Malware ist eine bekannte Technik, die schon seit vielen Jahren angewendet wird.

Heute veröffentlichte der Malware-Forscher VX-Underground eine Videoanalyse dieser Malware. In dieser Analyse wird gezeigt, wie über Torrents eine Filmdatei angeboten wird. In Wirklichkeit handelt es sich um eine ausführbare Datei, die das System mit Infostealer-Malware infiziert. Kaspersky berichtet von einer großangelegten Infektionskampagne, bei der die Angreifer ihre Malware auch als beliebte Filme tarnen. Diese Angriffe wurden von einem kompromittierten, öffentlichen Repository mit Torrent-Dateien durchgeführt. Torrent-Tracker, die dieses Repository nutzten, verbreiteten so schadhafte Torrent-Dateien unter ihren Nutzern.

„Dieser Ansatz ist besonders effektiv, da die Angreifer so mehrere Tracker erreichen können, ohne jede Plattform einzeln kompromittieren zu müssen“, so die Forscher. Die heruntergeladene Datei war in Wirklichkeit eine ausführbare Datei. Zudem verwendeten die Angreifer einen langen Dateinamen, vermutlich um die .exe-Erweiterung am Ende zu verbergen. Windows zeigt zudem standardmäßig keine Dateiendungen an. Auch waren die Executables manchmal mit dem Symbol einer bekannten Anwendung versehen. Durch die Malware erhält der Angreifer vollständige Kontrolle über das System des Opfers.