Sicherheit · 19. September 2026

Datenleck bei Revolut durch Infostealer-Malware verursacht

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Syed Ahmad / Unsplash

Ein Angreifer hat persönliche Daten von fast siebenhundert Kunden der Bank Revolut erbeutet. Die Ursache für dieses Datenleck war eine Infektion mit sogenannter Infostealer-Malware, wie das Duel Investigations Team mitteilte. Revolut bestätigte, dass die Bank Datenanfragen von einer nicht näher benannten staatlichen Behörde erhalten hatte, die von einer legitimen E-Mail-Domain dieser Behörde stammten. Da die Bank davon ausging, dass es sich um berechtigte Anfragen handelte, wurden die angeforderten Informationen bereitgestellt.

Die gestohlenen Informationen umfassen Namen, Geburtsdaten, Berufe, Adressen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern sowie Kopien von Reisepässen oder Führerscheinen. Hinzu kommen Selfies, die zur Gesichtserkennung dienten, sowie finanzielle Daten wie Transaktionsdetails und Abhebeübersichten. Auch kryptowährungsbezogene Daten wurden erbeutet. Unter den Opfern des Datenlecks befinden sich mehr als dreißig niederländische Staatsangehörige.

Der Angreiber behauptete zunächst, über Monate hinweg Zugriff auf Systeme italienischer Behörden gehabt zu haben. Spätere Ermittlungen ergaben jedoch, dass er über Infostealer-Malware auf das Konto eines italienischen Beamten zugreifen konnte. Diese Malware ist speziell entwickelt, um Anmeldeinformationen wie Passwörter und Sitzungscookies zu stehlen. Wie genau die Infektion zustande kam, ist derzeit unklar.

Aus dem gehackten E-Mail-Konto stellte der Angreifer Anfragen an die litauische Niederlassung von Revolut. Diese Anfragen enthielten Hunderte von Transaktionsidentifiern für Kryptowährungen, die auf Daten öffentlicher Blockchains basierten. Daraufhin forderte der Angreifer die zugehörigen Kundendaten an, die die Bank anschließend herausgab.

Über einen Zeitraum von fünf Monaten sandte der Angreifer zahlreiche Anfragen. In einem Fall sandte er ein falsches Dokument. Anstatt die Situation zu erkennen, erklärte die Supportabteilung von Revolut dem Angreifer, was er ändern musste, so die Ermittler. Revolut hat diese Behauptungen der Ermittler bislang nicht bestätigt.